IAA Transportation 2026: Was uns wirklich begeistert hat – neue Transporter, clevere Technik und jede Menge Ideen
Ein paar Tage IAA Transportation in Hannover liegen hinter uns.
Viele Kilometer durch die Messehallen, ziemlich viele Gespräche, noch mehr Kaffee – und natürlich jede Menge neue Ideen im Kopf.
Wir waren in diesem Jahr nicht einfach nur zum Schauen auf der IAA. Uns hat vor allem interessiert:
Was kommt da in den nächsten Jahren auf unsere Kunden zu?
Welche neuen Transporter sind spannend? Was passiert bei den Fahrzeugeinrichtungen? Wie bekommen wir vernünftig Strom ins Fahrzeug? Was gibt es Neues bei LED-Beleuchtung und Arbeitsscheinwerfern? Und ein Thema, das immer wichtiger wird: Wie schützen wir Transporter und die teilweise extrem teuren Werkzeuge darin besser vor Diebstahl?
Also haben wir uns mehrere Tage Zeit genommen, mit Herstellern gesprochen, Fahrzeuge angeschaut und natürlich auch links und rechts der großen Fahrzeugstände nach interessanten Lösungen gesucht.
Und da war einiges dabei.
Kia PV7 – plötzlich wird Kia für uns richtig interessant
Fangen wir mit einem Fahrzeug an, das wahrscheinlich noch nicht jeder Handwerker auf dem Zettel hat: dem Kia PV7.
Kia drängt mit seiner neuen PBV-Fahrzeugfamilie ziemlich konsequent in den Nutzfahrzeugmarkt. Nach dem kleineren PV5 folgt mit dem PV7 ein deutlich größeres Fahrzeug.
Und spätestens hier wird es für uns als Fahrzeugausbauer interessant.
Der PV7 soll in unterschiedlichen Längen, Höhen und Aufbauvarianten kommen. Kia spricht von einer ganzen Familie unterschiedlicher Versionen.
Dazu kommen Elektroantrieb, 800-Volt-Technologie und eine entsprechend schnelle Ladefähigkeit.
Was uns aber mindestens genauso interessiert wie Reichweite und Ladeleistung:
Wie gut lässt sich das Fahrzeug später ausbauen?
Wie sieht der Boden aus? Wo können Einrichtungen befestigt werden? Welche Möglichkeiten gibt es für Stromversorgung, Dachträger und Zubehör?
Genau das sind am Ende die Fragen, die für unsere Kunden wichtig werden.
Wir werden die Entwicklung des PV7 deshalb definitiv im Auge behalten.
Renault Trafic E-Tech – hier wird es richtig digital
Beim neuen Renault Trafic Van E-Tech elektrisch wird ebenfalls deutlich, wohin die Reise geht.
800-Volt-Technik, mit der größeren Batterie eine angekündigte Reichweite von mehr als 470 Kilometern und schnelles Nachladen – auf dem Papier erst einmal ziemlich spannend.
Aber eigentlich fanden wir etwas anderes fast noch interessanter.
Renault entwickelt den neuen Trafic als sogenanntes Software Defined Vehicle.
Klingt zunächst ziemlich technisch.
Vereinfacht gesagt bedeutet es: Der Transporter wird immer mehr zum Computer auf Rädern.
Und genau das wird für uns Fahrzeugausbauer spannend.
Denn irgendwann reden Fahrzeug, Stromversorgung, Zusatzbatterie, Beleuchtung, Sicherheitssystem und vielleicht sogar die Werkzeuge miteinander.
Spätestens dann verändert sich auch unsere Arbeit.
Wir bauen nicht mehr einfach nur ein Regal in einen Transporter.
Wir bauen einen mobilen Arbeitsplatz.
Mercedes-Benz – ein erster Blick auf den Sprinter von morgen
Natürlich haben wir auch bei Mercedes-Benz vorbeigeschaut.
Mit „THE BOuLDER“ gab Mercedes einen ersten Ausblick darauf, wohin sich unter anderem die nächste Generation des Sprinter entwickeln könnte.
Und Mercedes verfolgt dabei einen interessanten Weg.
Die zukünftige Van-Architektur soll sowohl elektrische Antriebe als auch weiterhin Verbrennungsmotoren ermöglichen.
Das halten wir gerade im gewerblichen Bereich für wichtig.
Denn bei aller Begeisterung für Elektromobilität: Ein Servicetechniker, der jeden Tag 80 Kilometer im Stadtgebiet fährt, hat komplett andere Anforderungen als ein Monteur, der mit Anhänger und voll beladenem Transporter mehrere hundert Kilometer unterwegs ist.
Dazu kommt mit MB.OS eine neue digitale Architektur.
Auch hier also wieder das gleiche Thema:
Der Transporter wird digitaler, vernetzter und immer stärker Bestandteil des gesamten Arbeitsprozesses.
MAN TGE – dieser Stand hat uns wirklich überrascht
Dann kamen wir zu MAN.
Und ganz ehrlich: Da sind wir ein bisschen länger hängen geblieben.
MAN hat auf seinem Stand eine ganze Reihe unterschiedlicher Ausbauvarianten auf Basis des MAN TGE, dem Schwestermodell des VW Crafter, gezeigt.
Und genau das fanden wir richtig gut.
Da stand nicht einfach ein TGE neben dem nächsten.
Man hat versucht zu zeigen:
Schaut mal, was man aus so einem Fahrzeug alles machen kann.
Unterschiedliche Branchen, unterschiedliche Anforderungen, unterschiedliche Ausbauten.
Genau dieser Ideenreichtum hat uns gefallen.
Interessanterweise hatten wir einen ähnlichen Eindruck schon beim diesjährigen Caravan Salon.
Auch dort war MAN mit verschiedenen Reisemobil- und Freizeitlösungen auf Basis des TGE vertreten und hat gezeigt, wie wandelbar diese Plattform eigentlich ist.
Auf der IAA wurde dieser Gedanke jetzt wieder aufgegriffen – nur stärker aus Sicht des gewerblichen Nutzers.
Und damit zeigt MAN ziemlich deutlich:
Wir können nicht nur schwere Lkw.
Der TGE ist längst ein ernstzunehmendes Fahrzeug im leichten Nutzfahrzeugbereich.
Gerade für uns als Fahrzeugausbauer war dieser Stand deshalb eine schöne Inspirationsquelle.
Denn manchmal muss man ein Fahrzeug einfach fertig ausgebaut vor sich sehen, um auf eine neue Idee zu kommen.
Volkswagen Nutzfahrzeuge – etwas ruhiger, aber mit spannenden Details
Bei Volkswagen Nutzfahrzeuge ging es aus unserer Sicht in diesem Jahr etwas ruhiger zu.
Der Auftritt war etwas kompakter und konzentrierte sich stärker auf ausgewählte Fahrzeuge und unterschiedliche Ausbau- beziehungsweise Partnerlösungen.
Unter anderem waren verschiedene Lösungen für den gewerblichen Einsatz zu sehen – beispielsweise mit Einrichtungen von ALUCA und weiteren Ausbaupartnern.
Und dann tauchte dort ein Thema auf, über das wir auf der Messe immer wieder gestolpert sind:
Wo ist eigentlich mein Werkzeug?
Klingt banal.
Ist es aber überhaupt nicht.
Gerade bei einem Servicebetrieb mit mehreren Fahrzeugen geht jeden Morgen die gleiche Frage los.
Ist die Maschine im richtigen Transporter?
Hat jemand das Messgerät gestern in einem anderen Fahrzeug gelassen?
Liegt das Werkzeug vielleicht noch auf der Baustelle?
Oder wurde tatsächlich etwas gestohlen?
Die Ortung und digitale Überwachung von Werkzeugen und Maschinen wird deshalb immer interessanter.
Das Fahrzeug weiß im Idealfall irgendwann selbst, was an Bord ist – und was fehlt.
Für größere Handwerks- und Serviceflotten kann das richtig spannend werden.
BYD – die Chinesen kommen auch bei den Nutzfahrzeugen
Natürlich war auch BYD ein Thema.
Der Hersteller ist längst nicht mehr ausschließlich im Pkw-Bereich unterwegs, sondern baut sein Nutzfahrzeugprogramm konsequent aus.
Für uns war insbesondere der elektrische BYD E-Vali interessant.
Und unabhängig davon, wie man persönlich zu den neuen chinesischen Herstellern steht:
Man sollte sie ernst nehmen.
BYD entwickelt Fahrzeug, Batterie und viele Komponenten innerhalb des eigenen Konzerns und bringt dadurch ordentlich Bewegung in den Markt.
Mehr Wettbewerb bedeutet am Ende auch mehr Innovation.
Und davon profitieren im besten Fall unsere Kunden.
Und dann kamen die Dinge, wegen denen wir eigentlich besonders genau hinschauen …
Neue Transporter sind natürlich schön.
Wir beschäftigen uns aber jeden Tag damit, was hinter dem Fahrersitz passiert.
Also ging es für uns weiter zu den Herstellern von Fahrzeugeinrichtungen, Zubehör, Elektrik und Sicherheitssystemen.
Und hier wurde die Messe teilweise sogar noch interessanter.
Gentili – Dachträger, Heckleiter und neue Ordnungssysteme
Natürlich waren wir auch ausführlich bei unserem Partner Gentili.
Und dort gab es gleich mehrere Neuheiten.
Eine davon war ein neues Dachträgersystem.
Gerade Leitern, Rohre und Langmaterial vernünftig auf einem Transporter unterzubringen, ist im Handwerk ein Dauerthema. Deshalb schauen wir uns neue Lösungen in diesem Bereich immer ziemlich genau an.
Richtig interessant fanden wir außerdem eine neue Heckleiter.
Das Spannende daran ist weniger die Leiter selbst – Heckleitern gibt es schließlich schon länger.
Spannend ist die Befestigung.
Das System ist für unterschiedliche Fahrzeugmodelle konzipiert und kann ohne Bohren in die Karosserie montiert werden.
Das finden wir gerade bei neuen und geleasten Fahrzeugen interessant.
Warum Löcher ins Fahrzeug bohren, wenn es auch anders geht?
Zusätzlich zeigte Gentili neue Behälter- und Ordnungssysteme.
Und das klingt vielleicht nicht so spektakulär wie ein neuer Elektrotransporter – im Arbeitsalltag kann genau so etwas aber einen viel größeren Unterschied machen.
Schrauben, Fittings, Kleinteile, Verbrauchsmaterial …
Wenn der Monteur jedes Mal fünf Minuten suchen muss, ist das auf ein ganzes Jahr gerechnet ziemlich viel bezahlte Arbeitszeit.
Gute Fahrzeugeinrichtung bedeutet deshalb für uns vor allem: weniger suchen.
StoreVan – Stahl trifft Aluminium
Natürlich haben wir uns auch bei unserem Partner StoreVan umgesehen.
Hier fanden wir besonders die Weiterentwicklung der Einrichtungen aus Stahl in Kombination mit Aluminium interessant.
Warum?
Weil beide Materialien ihre Vorteile haben.
Dort, wo Stabilität benötigt wird, kann Stahl eingesetzt werden. Dort, wo Gewicht eingespart werden kann, kommt Aluminium ins Spiel.
Und Gewicht wird immer wichtiger.
Gerade bei Elektrotransportern kämpfen wir schließlich um jedes Kilogramm Nutzlast.
Und dann wird die Fahrzeugeinrichtung plötzlich digital
Noch spannender fanden wir eine weitere Entwicklung bei StoreVan.
In naher Zukunft soll ein neuer Online-Konfigurator kommen.
Und genau so etwas wünschen wir uns schon länger.
Der Kunde kann zukünftig gemeinsam mit seinem Partnerbetrieb am PC seine Einrichtung planen.
Also nicht mehr:
„Da kommt links Regal Nummer 4711 hin und rechts Position 382.“
Sondern:
Wir bauen das Fahrzeug gemeinsam auf dem Bildschirm zusammen.
Wo möchtest du deine Maschinen haben?
Wie viele Schubladen brauchst du wirklich?
Wo liegen deine Koffer?
Was benutzt du jeden Tag?
Was nur einmal im Monat?
Wo muss Langmaterial hin?
Und wo brauchen wir vielleicht später noch Platz?
Das macht die Beratung für beide Seiten wesentlich einfacher.
Denn der Kunde sieht direkt, was er bekommt.
Strom, Strom und noch einmal Strom
Ein weiteres Thema zog sich durch viele Hallen:
Wie bekommen wir vernünftig Energie ins Fahrzeug?
Der Transporter wird schließlich immer mehr zur mobilen Werkstatt.
Zusatzbatterien, Wechselrichter, Ladegeräte und intelligente Energiemanagementsysteme werden leistungsfähiger und gleichzeitig einfacher zu integrieren.
230 Volt im Transporter werden für viele Gewerke zunehmend selbstverständlich.
Akkus laden.
Maschinen betreiben.
Laptop anschließen.
Messgeräte versorgen.
Vielleicht sogar kleinere Maschinen direkt auf der Baustelle betreiben.
Der Monteur soll eben nicht erst beim Kunden fragen müssen:
„Wo ist denn hier eine Steckdose?“
Die Steckdose fährt zukünftig einfach mit.
Es werde Licht – aber bitte vernünftig
Auch bei LED-Technik und Arbeitsscheinwerfern haben wir einige interessante neue Lösungen gesehen.
Und auch hier gilt:
Es geht nicht darum, einfach möglichst viel Licht in einen Transporter zu ballern.
Es geht darum, das richtige Licht an der richtigen Stelle zu haben.
Regalbeleuchtung.
Laderaumbeleuchtung.
Beleuchtung an Heck- und Seitentüren.
Arbeitsscheinwerfer für den Bereich hinter oder neben dem Fahrzeug.
Wer im Dezember morgens um sechs Uhr irgendwo auf einer Baustelle sein Werkzeug aus dem Transporter holen muss, weiß ziemlich schnell, warum dieses Thema wichtig ist.
Und jetzt kommt ein Thema, das uns besonders beschäftigt: Diebstahl
Was liegt heute eigentlich an Werkzeugwert in einem gut ausgestatteten Handwerkerfahrzeug?
5.000 Euro?
10.000 Euro?
20.000 Euro?
Manchmal noch deutlich mehr.
Und wenn das Fahrzeug nachts aufgebrochen wird, ist das gestohlene Werkzeug häufig nur ein Teil des Schadens.
Am nächsten Morgen stehen Mitarbeiter da – aber können nicht arbeiten.
Termine müssen verschoben werden.
Werkzeug muss neu beschafft werden.
Der Transporter muss repariert werden.
Deshalb haben wir uns auf der IAA sehr intensiv mit Sicherheitslösungen für den Laderaum beschäftigt.
Zusätzliche Diebstahlschlösser für Heck- und Schiebetüren sind dabei eine Möglichkeit.
Aber inzwischen geht deutlich mehr.
Schloss + Alarmanlage + Überwachung
Mechanische Sicherungen lassen sich heute mit elektronischen Systemen kombinieren.
Alarmanlagen können Türen und Laderaum überwachen.
Digitale Systeme können melden, wenn etwas nicht stimmt.
Und Werkzeugtracking kann zusätzlich feststellen, welche Maschinen sich überhaupt noch im Fahrzeug befinden.
Genau diese Kombination finden wir spannend:
Mechanischer Schutz + elektronische Überwachung + Werkzeugtracking.
Denn vielleicht müssen wir beim Thema Diebstahlschutz zukünftig völlig neu denken.
Nicht nur:
Wie verhindere ich, dass jemand meinen Transporter öffnet?
Sondern:
Wie erkenne ich sofort, wenn etwas passiert – und weiß gleichzeitig, welches Werkzeug betroffen ist?
Das ist für uns eines der Themen, die wir von der IAA mitgenommen haben und weiterverfolgen werden.
Was bleibt also nach ein paar Tagen IAA?
Ziemlich viele Ideen.
Und ehrlich gesagt auch eine ziemlich lange Liste mit Dingen, die wir uns jetzt noch genauer anschauen möchten.
Der neue Kia PV7.
Der neue Renault Trafic.
Die Entwicklung bei Mercedes.
Die unglaubliche Variantenvielfalt des MAN TGE.
Neue Wettbewerber wie BYD.
Neue Dachträgersysteme und Heckleitern.
Stahl-Aluminium-Einrichtungen.
Digitale Konfiguratoren.
230-Volt-Systeme.
LED-Arbeitsbeleuchtung.
Diebstahlsicherung.
Werkzeugtracking.
Wenn man all diese Dinge zusammennimmt, merkt man ziemlich schnell:
Der Transporter verändert sich gerade gewaltig.
Und dabei geht es längst nicht nur um Elektro oder Diesel.
Der Transporter der Zukunft besteht aus:
Fahrzeug + Einrichtung + Strom + Licht + Sicherheit + Werkzeugmanagement + Software.
Und genau das macht unsere Arbeit gerade so spannend.
Denn unser Job ist aus unserer Sicht nicht, einfach zwei Regale in einen Transporter zu schrauben.
Unser Job ist es, gemeinsam mit unseren Kunden zu überlegen:
Wie bauen wir aus diesem Transporter den bestmöglichen mobilen Arbeitsplatz?
Einen Arbeitsplatz, an dem weniger gesucht wird.
An dem Werkzeug sicherer ist.
An dem Strom vorhanden ist.
An dem vernünftiges Licht vorhanden ist.
Und der so eingerichtet ist, dass der Mitarbeiter morgens einsteigt und seinen Job machen kann.
Unser Fazit zur IAA Transportation 2026
Wir sind mit vielen Eindrücken nach Hause gefahren – und mit einigen neuen Ideen, die wir in Zukunft sicherlich in unsere Fahrzeugkonzepte einfließen lassen werden.
Denn eines hat die IAA Transportation 2026 für uns ziemlich deutlich gemacht:
Der Transporter von morgen wird nicht einfach nur gefahren. Er wird zum Werkzeug.
Und genau darum kümmern wir uns.
Sie planen gerade einen neuen Transporter?
Dann sprechen Sie mit uns am besten bevor das Fahrzeug bestellt wird.
Denn Fahrzeug, Nutzlast, Antrieb, Boden, Seitenverkleidung, Einrichtung, Dachträger, Stromversorgung, Beleuchtung, Ladungssicherung und Diebstahlschutz hängen stärker zusammen, als man zunächst denkt.
Und manchmal spart eine halbe Stunde vernünftige Planung später ziemlich viel Geld – und jeden Tag ein bisschen Zeit.
Lassen Sie uns gemeinsam aus Ihrem Transporter einen Arbeitsplatz machen.
